
Die wichtigste Frage, die sich vor jeder Brustimplantation stellt ist: wie groß sollen die Brüste sein? Die meisten Frauen wünschen sich vollere und festere Brüste im richtigen Verhältnis zu ihrer Figur. Viele denken bei der Brustgröße an die BH-Größe, aber auch der Zwischenraum zwischen beiden Brüsten ist ein wichtiger ästhetischer Aspekt, den Sie mit mir besprechen sollten. Brustweite, Brusthöhe und Hervorragen der Brust sind die drei wichtigsten Kriterien zur Erreichung der Idealform ihres neuen Busens.
Natürlich gibt es auch einschränkende Faktoren bei der Durchführung der operativen Brustvergrößerung: Es können dies lokale Faktoren sein, wie z.B. mangelnde Elastizität der Haut oder aber die Masse des vorhandenen Brustgewebes Darüber hinaus gilt eine Brustvergrößerung im Allgemeinen als sehr sicher, aber wie jede unter Allgemeinnarkose durchgeführte Operation birgt sie auch gewisse Risiken. Infektionen, schlechte Wundheilung, Einnahme bestimmter Medikamente können Gründe dafür sein, die Operation aufzuschieben.
Die Operation wird selbstverständlich in einem Operationssaal in Vollnarkose durchgeführt, eine örtliche Betäubung ( Lokalanästhesie ) ist eher selten. Üblicherweise können Sie am Tag der Operation, spätesten aber am Tag danach wieder nach Hause gehen. Die Operation dauert für gewöhnlich 1 – 2 Stunden, wobei natürlich größter Wert auf ein kosmetisch perfektes Ergebnis und eine kaum sichtbare Operationsnarbe gelegt wird.
Ein wesentlicher Schritt zur Erzielung eines guten Ergebnisses ist das Tragen eines postoperativen Sport BH oder eines Druckverbandes Beide Maßnahmen können die postoperative Schwellung verhindern und damit die Erholungsphase wesentlich verkürzen.
Implantattypen
Es gibt drei grundlegend verschiedene Typen von Brustimplantaten:
1. Gel-gefüllte Brustimplantate
2. Brustimplantate, die mit kohäsiven Gelsubstanzen gefüllt sind und sich wie eine normale Brust anfühlen. Die meisten Hersteller von Implantaten bieten hier mehrere Kohäsionsstufen an
3. Kochsalz-gefüllte Implantate sind mit Salzwasser gefüllt und besitzen einen abnehmbaren Einfüllschlauch, damit die Größe Ihres Implantates bis zu 6 Monaten nach der Operation durch eine zusätzliche Einfüllung oder Entleerung von Kochsalzlösung angepasst werden kann.
Schnitt und Platzierung
Es gibt drei traditionelle Zugänge durch die die Brustvergrößerung vorgenommen wird:
1. Um die Brustwarze ( periareolär ): sie hat den Vorteil, dass der Schnitt am wenigsten sichtbar ist. Dieser Zugang kann jedoch zu einer Beeinträchtigung beim Stillen führen.
2. In der Brustumschlagsfalte ( inframammär ): ist sehr beliebt, da der Schnitt in der Hautfalte unter der Brust versteckt ist.
3. Von der Achselhöhle aus ( axillär ): ist eine gute Möglichkeit für Frauen, die keine Narbe an ihren Brüsten haben wollen.
Welcher Schnitt und Zugangsweg für Sie der richtige ist wird im persönlichen Gespräch mit Ihnen entschieden und hängt auch wesentlich von der in Frage kommenden Form des Implantates ab.
Bei der Operation wird nun das Implantat entweder unter den Brustmuskel ( submuskulär ) oder auf den Brustmuskel und damit unter die Brustdrüse ( subglandulär ) platziert. Die submuskuläre Platzierung bietet den Vorteil, dass das Implantat weniger durch die Haut fühlbar ist und reduziert die Möglichkeit einer Verhärtung des Gewebes nach erfolgter Operation um das Implantat herum ( Kapselfibrose ). Allfällige kleinere Nachteile sind eine etwas längere Operationszeit. Die subglanduläre Platzierung weist u.U. eine kürzere Operations- und Nacherholungszeit auf. Nachteilig kann sich diese Platzierung dahingehend auswirken, dass die Ränder des Implantates unter der Haut sichtbar sein können